Familienwappen

Über uns


Woher die Schlebes ursprünglich einmal kamen, ist nicht eindeutig. Am oberen Niederrhein scheinen sie sich jedoch spätestens seit dem 18. Jahrhundert (Quelle: Kirchenbücher und www.familysearch.org) heimisch zu fühlen: Die meisten unserer Namensverwandten sind in den Kreisen Wesel und Borken zu finden.


Vermutung 1:
Laut sprachwissenschaftlichem Gutachten zu Herkunft und Bedeutung des Familiennamens Schlebes der Gesellschaft für Namenskunde e.V. ist der Name Schlebes als sekundärer patronymischer Name "Sohn/Angehöriger des Schlebes bzw. Schlebes Sohn" zu deuten. Der zugrunde liegende Familienname Schlebe leitet sich entweder vom mit Schlehdorn umzäunten Wohnort des ersten Namensträgers oder von der Vorliebe oder Nutzung der Schlehenfrüchte ab (Wiki-Artikel Schlehe) und verweist damit auf die Nähe einer ehemaligen "heil- und kräuterkundigen" Tätigkeit unserer Ahnen - oder deren Trinkfreudigkeit.

Kulturgeschichtliche Ergänzung:
Die Schlehe als Heilpflanze hatte vor allem auch bei unseren matriachalen Ahnen eine ganz besondere Bedeutung. So fanden die heiligen Kultplätze (Lichtungen, Wasserstellen (Anger), oder Hügel) häufig als Kern eines Siedlungsgebietes Verwendung: In der Mitte wurden der Muttergöttin zugeordnete Bäume (Kirsche, Birne, Pflaume, Apfel usw.) gepflanzt, der Kreis jedoch wurde mit Dornengewächsen und Schlehen insbesondere geschützt und damit von dem "profanen" Bereich abgetrennt. Volkssagen zu Folge wohnen in der Schlehe Gnome, Kobolde, Feen, aber auch Dämonen und Hexen aus der sog. Anderswelt. In Ritualen wurden Schlehengewächse verbrannt, um mit dem aufsteigenden Rauch Schutz vor Unheil und dem sog. Bösen zu bewirken.
Die Schlehe ist damit - mythisch gesehen - ein Grenzgewächs - und der an der Schlehe Wohnende im übertragenen Sinne ein dem in der Antike als Orakelwächter oder "Sphinx" vergleichbarer Grenzwächter und -gänger.
Weiterhin gilt als gesichert, dass das indogermanischen Wort "(S)li" (bläulich) die Wurzel des Namens bildet und damit nicht nur auf den Schnaps verweist, sondern auf die Schlehenfrüchte: blaue Beeren.

Vermutung 2:
Der ursprüngliche Namensträger stammt nicht vom Niederrhein, sondern ist durch Kriegwirren aus dem Ort Zleby (vgl. hierzu Wiki-Artikel über die Burg Zleby (Deutsch: Schleb) aus dem Jahr 1289 im heutigen Tschechien) in das Heilige Römische Reich Deutscher Nationen geraten.  "Zleb" bezeichnet hier tschechisch einen "Engweg" des Flusses Doubrava.
Nach dem Ende der Hussitenkriege haben sich viele ehemalige Hussitenkrieger vor allem auch vom ehemaligen katholischen Feind, den Erzbischöfen, anstellen lassen. Vor allem der Kölner Erzbischof setzte während der Soester Fehde das gefürchtete Hussitenheer im Rheinland und Westfalen ein. Nach Beendigung der Dienstzeit verdingte sich der aus Zleby dann als Wandergeselle am Niederrhein und ließ sich schließlich nieder und tauchte fortan unter dem Namen Schlebes auf.

Einen Überblick über den Ahnenstammbaum finden Familienmitglieder (persönliche Einladung vorausgesetzt) bei: www.verwandt.de

Annotation: Die Seite schlebes.net ist eine Initiative der Familie Jutta und Ulrich Schlebes.

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